Eine Kft. gewinnt ihre Substanz nicht durch den Registereintrag allein. Entscheidend ist, ob Tätigkeit, Entscheidungen, Unterlagen und Zahlungsverkehr im Alltag ein stimmiges Bild ergeben.

Die Tätigkeit muss zur Gesellschaft passen

Bei der steuerlichen Registrierung werden unter anderem die tatsächlich ausgeübten Tätigkeiten erfasst. Bei einem Sitzdienstleister können Angaben zum Dienstleister und zur Vereinbarung hinzukommen. Eine Firmenadresse ersetzt deshalb keinen tatsächlichen Betrieb.

Entscheidungen müssen wirtschaftlich nachvollziehbar sein

EU-Regeln gegen Steuervermeidung knüpfen bei bestimmten Gestaltungen an wirtschaftliche Gründe und die wirtschaftliche Realität an. Für CFC-Sachverhalte nennt die Richtlinie etwa Personal, Ausstattung, Vermögenswerte, Räumlichkeiten und wesentliche Funktionen. Daraus folgt keine starre Checkliste für jede Kft.; Geschäftsmodell und tatsächlich gelebte Zuständigkeiten bleiben ausschlaggebend.

Bank und Buchhaltung bilden den Alltag ab

Zahlungen, Rechnungen, Verträge und Buchhaltung sollten zur erklärten Tätigkeit passen. Nicht die Größe eines Büros entscheidet, sondern ob der geschäftliche Zusammenhang nachvollziehbar bleibt.

Grenzüberschreitende Fragen einzeln prüfen

Wohnsitz, Geschäftsführung, Tätigkeitsort und Beziehungen zu weiteren Staaten können eine individuelle rechtliche oder steuerliche Prüfung erfordern. Diese Prüfung liegt bei den zuständigen unabhängigen Partner-Anwälten oder Partner-Steuerberatern.

Amtliche Grundlagen

Weiterführend: Substanz für eine Kft. in Ungarn und Buchhaltung für eine Kft. in Ungarn.